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Fan-Info: "Wos is däh blues mit Torsten lus?"

Liebe Freundinnen und Freunde krikizistischer Volksmusik,

euch ist sicher aufgefallen, dass ich mich bei den letzten Konzerten rar gemacht habe. Was anfing mit einer disziplinarischen Maßnahme, deren Berechtigung ich nicht nachvollziehen konnte und wollte, setzte einen Prozess der Standortbestimmung in Gang, der mich schon lange beschäftigte.
Dass die Krippelkiefern immer öfter auf immer größeren Bühnen aufspielen bedeutet auch, dass wir immer mehr Zeit dafür aufbringen müssen.
In meinem Job als Sozialarbeiter muss ich auch an ein bis zwei Wochenenden im Monat arbeiten (und trotzdem reicht es kaum zum Leben, jammer).
Mehr und mehr plagte mich in der letzten Zeit das schlechte Gewissen, weil ich immer weniger Zeit für meine beiden Söhne habe. Die sind jetzt
8 und 12 Jahre alt und es ist für sie sowieso schon beschissen genug, dass ihre Eltern getrennt leben. Dabei ist gerade für Jungs der Vater in dieser Zeit sehr wichtig. Und Einer, der nie da ist, weil immer irgendwas wichtiger für ihn ist, der vermittelt schnell den Eindruck, dass er sich nicht für sie interessiert ...
Und dabei sind sie für mich so ziemlich das Wichtigste im Leben ...
Ihr könnt mir glauben, diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen,
sind doch die Krippelkiefern auch ein bisschen wie ein Kind für mich und durch die treuen Fans mittlerweile wie eine zweite Familie.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich entschlossen, meinen Kindern mehr Zeit zu widmen.
Über Weihnachten habe ich gemerkt, wie gut mir und ihnen das tut.
Und in fünf bis sechs Jahren gehen sie ihre eigenen Wege. Dann ist die Gelegenheit verpasst. Also wann, wenn nicht jetzt!?

Bei unserem letzten Findungslager Ende Januar war das auch Thema,
und ich bin froh über die Lösung, die wir gemeinsam gefunden haben.
Da sich das Schaffen der Krippelkiefern ohnehin immer weiter verzweigt und mehrere Projekte auf dem Programm stehen, werde ich in der nächsten Zeit meinen Tätigkeitsschwerpunkt auf die Projekte legen, die weniger zeitintensiv sind und mir mehr Freiraum ermöglichen.
Die Musik ist das eine, aber es gibt da noch so viele andere Pläne, Träume und Ideen. Und viele von denen lassen sich auch von zu Hause realisieren. Ich werde also in Zukunft an unseren neuen Schulprojekten mitwirken und an der geplanten Weihnachts-CD. Darüber hinaus liegt mir nach wie vor die Idee vom Verein am Herzen, und, und, und ...

Mit krikizistischen Grüßen an alle Fans

Torsten



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